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Campus Stiftung Campus Stiftung Anmeldung & Kosten Anmeldung & Kosten ![]() Kinderhaus Kinderhaus Sekundarstufe I Sekundarstufe I UNSERE TEAMS UNSERE PARTNER Wiesbadener Projektpartner Wiesbadener Projektpartner Bundesweite Projektpartner Bundesweite Projektpartner FOTOGALERIE ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() WEILBURGERTAGEBLATT![]() ![]() ![]() ![]() EDITION ZUKUNFTNeuvermessung der BildungEVIM hat vorbildliches Schulmodell verwirklicht Wiesbaden, 20.1. 2011 Die Schule am nördlichen Rand Wiesbadens hat etwas Einmaliges. Gleich hinter dem ehemaligen Reitgestüt der Hessischen Polizei öffnet sich ein weites Gelände: Bäume, Wiesen, Pferdestallungen – der Erfah- rungsraum des "EVIM Campus Klarenthal". „Es ist die Neuvermessung der Bildung durch Kirche und Diakonie sagt der Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau (EVIM), Pfarrer Matthias Loyal, zum erstmaligen Engagement in Sachen einer allgemeinbildenden Schule. Mit erzieherischen Projekten wolle der Verein "präventiv tätig werden". Nicht erst, wenn soziale Probleme den Familien und Erziehern über den Kopf gewachsen seien. In das neue Feld der Erziehung begeben die Verantwortlichen aus dem Verwaltungsrat und dem Vorstand sich ganz bewusst hinein, und sie suchen dafür Mitstreiter. Auf Seiten der Kirche gibt es daran ein hohes Interesse. Der Kirchenpräsi- dent der EKHN, Dr. Volker Jung, will sich mit einer ganzen Delegation von Experten aus der Kirchenverwaltung einen Eindruck vom neuen christlich orientierten Schulmodell verschaffen, unter ihnen der Leiter der Kirchenver- waltung, Oberkirchenrat Heinz Thomas Striegler. Die ersten Eindrücke vom erlebten Lernen können überzeugen: Der Siebt- klässler David Peters erzählt, wie er ganz lebenspraktisch ins Rechnen ein- geführt wurde. Man habe Sand für einen Spielplatz bestellt und wollte wissen, wie viel man für eine gewisse Fläche braucht. Jasmin Wartenberg stellt Kulturprojekte vor: Zirkus, Theater, Tanz und Musik. In der 5. Klasse hat sie selbst ein Buch mit Gedichten angelegt und führt es noch immer. Beide wirken selbstbewusst und für ihr Alter sehr eloquent. "Wir sind eine Schule, die auf Zusammenarbeit angelegt ist", sagt Schulleite- rin Erika Wey-Falkenhagen. Für die Mutter von vier Kindern steht das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler ganz oben an. Neben sozialer Kom- petenz könnten Schüler jeden Schulabschluss erwerben, wobei der Ausbau der Schule mit derzeit 177 Kindern bislang bis zur Sekundarstufe I reicht. Schon um 7.30 Uhr kommen die Lernenden täglich in die Schule, mit Förder- unterricht und einem offenen Beginn. Dann folgt das selbstorganisierte Lernen (SOL) und um 9.45 ein Frühstück. Eine Klasse hat immer zwei Lehrkräfte und um die 25 Schüler. Ab halb 11 Uhr wird Fachunterricht erteilt: Englisch, Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften. Der Religionsunterricht ist für alle Schüler verpflichtend. "Das unterschreiben die Eltern", bekräftigt Frau Wey-Falkenhagen. In einer siebten Klasse sind gerade die 10 Gebote dran. In Gruppen schreiben und malen die Schüler am Thema. Eine intensive ge- stalterische Arbeit, die eine Tafel mit weißer Kreide nicht mehr kennt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ist Unterricht bis 16.15 Uhr. Aber auch danach können die Jungen und Mädchen noch bis zum Abend in der Ganztagsschule bleiben. Die etwa 30 Lehrenden haben sich selbst auf ein Experiment eingelassen. Lernen und Leben sind hier eins. Jeder Lehrer hat ein eigenes Büro, in dem er auch nach der Schulzeit noch anzutreffen ist. Stephanie Zörb unterrichtet Sport und Naturwissenschaften. Sie nimmt jeden Tag einen weiten Anfahrts- weg aus der Wetterau in Kauf, um hier unterrichten zu können. Lehren auf hohem Niveau: Claudia Beer liest mit ihren Schülern gerade die englische Novelle vom Schiffsbrüchigen Robinson Crusoe. Die muttersprachliche Kolle- gin Carla White garantiert die richtige Aussprache. ![]() ![]() Klassenlehrerin Kerstin Ruoff (links) erläutert Kirchenpräsi- dent Volker Jung und dem Leiter der Kirchenverwaltung Heinz Thomas Striegler den Unterricht Foto EKHN Töpelmann Dass die Schule des größten Diakonieträgers in der Region organisatorisch nur mit hohem Engagement zu bewältigen ist, bestätigt Schulgeschäftsführer Michael Steinau. Eltern müssen hier allerdings nicht verpflichtend mitarbeiten und bestimmte Arbeitsstunden ableisten. Die Schulbeiträge richten sich nach dem Familienein- kommen und betragen 200 - 875 Euro. Für eine Ganztagsbetreuung rechne sich das für viele Eltern. Wenn die Schule einmal ausgelastet ist, werden hier 550 Schüler miteinander lernen. Und was? "Es sind Haltungen der Verantwor- tung, die das Christliche ausmachen" beschreibt die Pädagogin Wey-Falken- hagen das Ziel. Das sehen die Besucher aus der Kirchenverwaltung der Evan- gelischen Kirche in Hessen und Nassau ganz ähnlich. ![]() PRESSEMELDUNGEN Am 27. Februar 2011 moderierte Gert Scobel aus der freien Schule Campus Klarenthal für die ZDF-Sendung sonntags zum Thema Lernen fürs Leben. |